Maskenbienen

Hyleaus spec.

 

Die folgenden zwei Fotos zeigen ein Maskenbienenweibchen. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um die Gewöhnliche Maskenbiene, also Hylaeus communis, aber einige Arten sehen sich doch zum Verwechseln ähnlich, daher möchte ich mich da als Laie nicht festlegen. In Deutschland gibt es immerhin je nach Quelle 36, bzw. 37 unterschiedliche Maskenbienenarten. Die typische gelbe oder weiße Maskierung im Gesicht verhalf ihnen zu ihrem Namen. Sie besitzen nahezu keine Behaarung, daher glänzen ihre Tergite (Hinterleibsabschnitte) auch so stark.

 

Sie unterscheiden sich auch im Transportverhalten von den anderen Wildbienen, denn sie besitzen weder eine Bauchbürste (wie z.B. Mauerbienen) noch Beinbürsten (wie z.B. Sandbienen). Maskenbienen transportieren das Nektar-Pollen-Gemisch im Kropf und spucken es dann wieder im Nest aus.

 

Diese Maskenbiene hier ist ein Hohlraumnister, also wie hier z.B. in einem Bohrloch (ca. 3-5 mm), das ja eigentlich nur einen Käferfraßgang in einem toten Holz nachahmt. Andere, meist kleinere Arten wie diese hier, nutzen z.B. als Nitzplatz markhaltige Stängel (senkrecht aufgestellt), in denen sie selbst ihre Nistgänge hineinnagen. Dieses Foto habe ich Mitte September (vor ein paar Jahren) an unserer Insektennistwand geschossen, sprich diese Art fliegt noch recht spät im Jahr. Interessant ist auch das "Baumaterial", denn sie nutzen dafür ein Sekret, mit dem sie dünne Häutchen herstellen, das letztlich die einzelnen Nistkammern voneinander trennt und auch den letzten Verschluss bildet. Dieser ist auf dem zweiten Bild sehr gut zu sehen.

 

13.09.2014 : Maskenbiene beim Verschließen ihres Nistgangs
13.09.2014 : Maskenbiene beim Verschließen ihres Nistgangs
13.09.2014 : Maskenbiene beim Verschließen ihres Nistgangs
13.09.2014 : Maskenbiene beim Verschließen ihres Nistgangs